Irland 2011

  Anreise: Leipzig - Cork (21 km)

     Start: 4:15 Uhr
     Ankunft: 19:15 Uhr
     Höhenmeter:   
     Zeltplatz: Corbetts B&B, N 51° 54.87    W 8° 28.21




Dieses Jahr sollte ich mit dem Flugzeug die Reise antreten. Schon beim Aufstehen früh 4 Uhr war mir klar, dass der Nachtzug letztes Jahr bequemer war. 8 Uhr war ich dann rechtzeitig in Berlin-Schönefeld. Eigentlich zu zeitig. Na gut, das Rad dann in Ruhe präpariert. Nachdem ich diversen Rad-Foren nicht klar herauslesen konnte, welche Variane (Karton oder nicht) nun die bessere ist, hatte ich mich für die Minimal-Polsterung entschieden. Ein Paar Isolierrohre um den Rahmen und die Bautenzüge. Dazu die Kette und Schaltwerk mit einer Baumarkt-Decke umwickelt. Und natürlich die Vorgaben der Fluggesellschaft, Pedale ab und Lenker quer. Das sollte reichen. Um es vorweg zu nehmen. Es hatte auch gereicht.

Noch eine kleine Physik-Abhandlung. Lasst euch nicht dazu überreden, den Druck von den Reifen zu lassen. Das ist absoluter Quatsch, es sei denn ihr habt die Reifen wirklich bis auf Anschlag aufgepumpt und seid in einem Flieger ohne Druckkabine. Aber selbst ohne Druckkabine: Angenommen ihr habt auf eurem Reifen 5bar. Der Luftdruck ist grob 1bar. Da beide Drücke entgegengesetzt wirken, hat man Netto einen Druck von 4bar auf dem Reifen wirken. Fällt nun der Luftdruck weg, dann kommt also zu den 4bar noch einer drauf. Das sollte der Reifen/Schlauch aber abkönnen ohne zu platzen.

In Dublin angekommen, musst ich lange auf mein Rad warten. In dem Moment, in dem ich mich am Service-Schalter erkundigen wollte, kommt es natürlich auf dem Laufband angerollt. Wie gesagt, das Rad war noch heil. Einzig das Tacho-Kabel war durchgerissen. Dort hatte ich aber schon vorher nen Knick mit Kontaktschwierigkeiten drinne. Die kurze Reperatur hätte mir dann fast den Zug nach Cork gekostet. Immerhin sind es 14 km bis zum Bahnhof und das mit vielen Ampeln. Das erste mal Links fahren war eigentlich Ok. Da ich mich gerne mit dem Linken Fuß abstütze, kommt mir die Bordsteinkante links sehr entgegen.

Lange hat es dann nicht gedauert, um der erste Regen war da. Ein ordentlicher Schauer hatte sich hinter meinem Rücken zusammengebraut. Für mehr als die Regenjacke hatte ich keine Zeit, der Zug wartete ja schon. Somit was dann auch der Rest komplett durchnäßt als ich 10 Minuten vor Abfahrt den Bahnhof erreicht hatte. Noch schnell das Ticket geholt und dann ab in den Zug. Das Fahrrad kam in so eine Art Abstellraum. Dafür war ausreichen Platz, um alle Taschen dran zu lassen.

In Cork hatte ich ein sehr nettes B&B. Erstmal ne Tasse Kaffee und ein paar Cookies bekommen. Danach ging es dann noch in die Stadt zu nem Burger und einem Pint Murphys.



Cork Downtown


Ein Pub von vielen in Cork


Selbst die kleinen Läden sind bunt und mit Holz verkleidet.


Übersicht      nächste Etappe



André Ehrlich
webmaster@wortmonk.de
www.wortmonk.de